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Details über unsere Arbeit

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Neben Forschungs-, Informations- und Aktionsarbeit ist auch das Lobbying ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit für den Umweltschutz. Wir finanzieren uns bewusst nur durch Privatpersonen, um unsere Unabhängigkeit von Regierungen, Unternehmen und politischen Parteien zu gewährleisten.

Laufende Projekte

  • Arktis

    Nur ein globales Schutzgebiet kann die Arktis noch vor der Gier der Konzerne retten. Wir mobilisieren global.

    Das Problem

    Seit 800.000 Jahren ist die Arktis von Eis bedeckt. Doch das Eis schmilzt, weil wir mit fossilen Brennstoffen Energie erzeugen. Bald könnte die Arktis das erste Mal seit Menschengedenken eisfrei sein. Mit dramatischen Folgen nicht nur für indigene Völker, Eisbären, Narwale, Walrosse und andere Arten, die dort leben, sondern für die gesamte Menschheit. Das Eis am Nordpol reflektiert Sonnenstrahlen zurück ins All und sorgt damit als "Klimaanlage der Welt" für stabile Wettersysteme, von denen unsere Nahrungsmittelproduktion abhängt. Wenn wir das Eis schützen, schützen wir die Menschheit.

    Die Lösung

    Wir brauchen ein internationales Schutzgebiet um den Nordpol herum (diese Region wird auch "hohe Arktis" genannt) und für das weitere Gebiet der Arktis Verbote gegen Ölbohrungen und industrielle Fischerei.

    In der Arktis entscheidet sich die Zukunft des Klimas, die Klimaerwärmung schreitet hier doppelt so schnell voran wie in jeder anderen Region auf der Welt. Die Arktis ist auch für die Zukunft der Ölindustrie entscheidend, deren schmutziges Elixier für die Klimaerwärmung hauptverantwortlich ist. Wenn wir das Wettrennen um die Ölvorräte der Arktis verhindern, schaffen wir die Voraussetzungen für einen radikalen Wandel in unserem Umgang mit Energie. Und für unsere Kinder eine Welt, die durch Erneuerbare Energien versorgt wird.

  • Amazonas

    Greenpeace kämpft für ein Ende der Abholzung des Amazonas

    Das Problem

    Der Regenwald am Amazonas ist der größte noch intakte Regenwald dieser Erde. Doch er ist massiv bedroht. Die weltweite Nachfrage der Industriestaaten nach Edelhölzern und Soja als Futtermittel bedroht immer größere Waldflächen. Aber auch illegal rodende Rinderzüchter bedrohen den Amazonas-Regenwald. Sie beliefern die Welt mit Fleisch und Billigleder. Schuh- und Sportschuhhersteller profitieren von günstigem Leder aus brasilianischen Regionen, in denen für die Rinderzucht der Urwald zerstört wird.

    Die brasilianische Umweltbehörde kann die riesigen Gebiete mangels finanzieller Ressourcen kaum gegen international agierende Holzkonzerne und Soja-Exporteure schützen. Die Debatte um das neue Brasilianische Waldgesetz hat bereits zu erhöhter Entwaldung geführt

    Die Lösung

    Es muss ein allgemeiner Schutz und ein Abholzungsstopp im Amazonas Regenwald geschaffen werden. 2006 gelang Greenpeace die Durchsetzung eines Soja-Moratoriums, das die Ausweitung des Soja-Anbaus im Urwaldgebiet für zunächst zwei Jahre verhinderte. Seitdem wird das Moratorium jährlich verlängert.

    Ausgelöst durch den Greenpeace Report «Slaughtering the Amazon unterzeichneten im Oktober 2009 die größten Schlachthäuser Brasiliens - JBS, Marfrig sowie Minerva – ein Abkommen mit dem Ziel die Ausweitung von Rinderfarmen auf Kosten des Urwaldes zu stoppen. Zudem verkündeten die Supermarktketten WalMart, Carrefour und die Casino Gruppe ebenso wie die Schuhhersteller Nike, Timberland, Adidas, Geox und Clarks, dass sie ab sofort kein Fleisch oder Leder aus Urwaldzerstörung beziehen möchten. Greenpeace arbeitet daran, dass diese Unternehmen ihre Kriterien für ein erfolgreiches Abkommen erfüllen.

  • Bienenschutz

    Nur mit ökologischer Landwirtschaft können Menschen und Umwelt in Einklang leben.

    Das Problem

    Seit den späten 1990er Jahren berichten Imker (mehrheitlich aus Europa und Nord-Amerika) von einer ungewöhnlich hohen Sterberate ihrer Bienen-Völker. Zentral- und Südeuropäische Länder scheinen davon besonders stark betroffen zu sein. Honigbienen sind ein Schlüsselbaustein für die Nahrungsproduktion, da sie Pflanzen bestäuben. Ebenso sind auch Wildbienen von grosser Bedeutung. Andere Insekten wie Schmetterlinge und Fliegen leisten auch wertvolle Bestäubungsarbeit. Ohne sie wären Tiere und Menschen von Nahrungsmittelknappheit betroffen und ihre Lebensgrundlage würde darunter leiden.

    Bis zu 35% der weltweiten Nahrungsmittelproduktion ist auf bestäubende Insekten angewiesen. Von den 100 Nutzpflanzen, die für 90% der weltweiten Nahrungsmittelproduktion stehen, werden 71 durch Bienen bestäubt. Allein in Europa gedeihen 4.000 Gemüsesorten nur durch die fleissige Arbeit der Bienen. Aber in den vergangenen Jahren sterben mehr und mehr Bienen.

    Die Lösung

    Der erste Schritt besteht darin, den Einsatz bienenschädigender Pestizide per Gesetz zu verbieten. Wir konnten als ersten Schritt bereits ein erstes Teilverbot von 2013-2016 innerhalb der EU bewirken.

    Greenpeace fordert: Ein europaweiter Aktionsplan zum Verbot aller für Bienen und andere Bestäuber gefährlichen Pestizide muss folgen (Imidachloprid, Tiamethoxam, Clothianidin, Fipronil, Chlorpyrifos, Cypermethrin, Deltamethrin). Bis dahin muss sich Minister Berlakovich für ein Aussetzen der Zulassung dieser Pestizide in Österreich einsetzen.

    Eine Umverteilung der Förderungen, weg von chemieintensiver industrieller Landwirtschaft hin zu ökologischer Landwirtschaft, muss eingeleitet werden.

    Die Fruchtfolge, das Kernelement einer nachhaltigen, zukunftsfähigen Landwirtschaft, muss Fördervoraussetzung im neuen Agrarumweltprogramm werden.

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